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Dolf

 

„ICH HASSE es, hierher zu kommen, nur damit du das weißt“, grummelte Dolf und konnte kaum ein Zischen unterdrücken, als er eine weitere Gasse auf der Suche nach einem Parkplatz entlangfuhr. „Ich muss den Verstand verloren haben, überhaupt den Versuch zu unternehmen, nach dem Schwarzen Freitag einkaufen zu gehen. Und welcher Idiot hat diese Parkplätze angelegt? Die sind nicht mal groß genug für ein Hybridauto, geschweige denn für einen Truck. Dieses Ding in der Stadt zu parken gleicht einem Staatsakt.“

Tal stieß Dolf in die Seite. „Hör auf, auf meinem Truck rumzupicken.“

„Truck? Ha! Das Ding sollte eine eigene Postleitzahl haben.“ Dolf grunzte verärgert, als ihm ein Junge den Parkplatz vor der Nase wegschnappte, den er im Auge gehabt hatte. „Der hat mir meinen Parkplatz geklaut.“

„Bist du etwa neidisch?“

„Dass ich nicht lache.“

„Also ich beneide zum Beispiel deinen Hintern, seit wir Gefährten geworden sind.“ Tal zwinkerte. „Übrigens, hör auf, dich über den Jungen aufzuregen. Sieh mal, wir sind nicht mal auf der richtigen Seite.“ Tal deutete auf das andere Ende des Parkplatzes. „Was wir kaufen werden, ist auf der Seite des Ladens. Ich verstehe nicht, warum wir hier parken sollten und erst mal einen Kilometer laufen müssen, bevor wir dahin kommen, wo wir hin wollen. Außer natürlich, du willst es unbedingt.“

„Willst du fahren?“

„Nicht nötig. Wir sind da.“

Dolf sah auf seine Uhr. „Ich wette, dass es fünf Uhr sein wird, bis wir da wieder rauskommen. Für jemanden, der es hasst, im Feierabendverkehr zu fahren, solltest du vielleicht deinen letzten Kommentar noch mal überdenken.“

Tal zog eine Schnute und sah ihn mit zitternder Unterlippe und traurigen Augen an.

„Oh nein, fang gar nicht erst mit dem traurigen Hundeblick an. Ist das dein Ernst? Hündchenblick?“

„Du bist so gemein.“

„Nein, Liebling. Gemein wäre, wenn du auf dem Weg nach Hause deinen ausgepackten Schwanz nicht berühren dürftest, während ich dir erzähle, was ich gerne mit dir machen würde.“

Tal bewegte sich unruhig auf seinem Sitz. „Wenn ich mich recht erinnere, hast du das letztes Mal schon getan, als wir hier waren. Der Göttin sei Dank, war es dunkel und die Scheiben getönt.“

Ein wohliges Lächeln legte sich auf Dolfs Gesicht, als er die Erinnerung Revue passieren ließ, wie sein Gefährte sich auf dem Sitz gerekelt hatte. „Ja, das war eine denkwürdige Heimfahrt. Du hast gebettelt, als wir in die Einfahrt eingebogen sind.“ Seine Stimme klang wie ein Schnurren.

„Wie ich schon sagte: gemein.“

„Hey, ich muss schließlich auch was davon haben, wenn du mich schon hierherschleppst.“ Dolf stieß die Luft aus, als sie sich auf den Weg zum anderen Ende des Baumarktes machten. „Willst du, wenn wir hier fertig sind, Abendessen gehen?“ Dolf überflog den Parkplatz. „Gott, gibt es hier nicht etwas, das näher am Eingang ist? Hab ich schon erwähnt, dass ich diesen Ort hasse?“

„Alle 5 Minuten mindestens einmal, und ja, Abendessen klingt gut. Ich habe gehört, dass Sam vor ein paar Nächten den Buckel eröffnet hat.“

„Was für ein Name. Finde ich klasse.“

„Nicht wahr? Ich habe ihm bei ein paar Kleinigkeiten geholfen, kurz bevor er eröffnet hat. Es gab ein paar Probleme wegen dem Namen … von den Angestellten, die …“

„Ich weiß, was du meinst.“ Werkatzen lebten gewöhnlich fernab der Menschen, betrieben aber Geschäfte, die Menschen einstellten. Auch wenn sie es nicht gerne taten. Dann runzelte Dolf die Stirn. „Warte mal, er hatte Ärger?“

„Es war nur Spaß. Er hat die Schultern gezuckt und gesagt, dass er Katzen mag und dass es das ist, was Katzen machen – einen Buckel. Sollen wir mal vorbeischauen?“

„Ja, wir werden dort essen“, sagte Dolf. „Ich habe gehört, dass es dort großartige Steaks geben soll. Nach diesem kleinen Abenteuer könnte ich vielleicht auch ein Bier vertragen, oder drei.“

„Ich verstehe nicht, warum du es so hasst, hierher zu kommen.“

„Weil ich jedes Mal, wenn ich diesen Laden betrete, Stunden darin verbringe. Die Hälfte der Zeit geht dafür drauf, einen der Mitarbeiter zu finden. Ich komme rein, und alle Angestellten in einem Radius von 5 Kilometern verschwinden.“

„Ich hatte noch nie ein Problem, jemanden zu finden, wenn ich Hilfe brauchte.“

Natürlich hatte Tal keine Probleme. Man musste sich nur dieses lange, wellige, weißblonde Haar, die strahlend blauen Augen und den großen, schlanken, gebräunten Körper anschauen. Dazu kamen der süße, unschuldige Blick und ein breites Lächeln – die Leute überschlugen sich geradezu, um seinem sexy Gefährten zu helfen.

Dolf starrte in den Rückspiegel. Er hatte dieselben strahlend blauen Augen, allerdings kringelte sich sein rabenschwarzes Haar locker im Nacken. Im Gegensatz zu Tal hatten fast alle Katzenwandler dunkle Haare. Glatte, tief gebräunte Haut spannte sich über ausgeprägten Muskeln. Dunkle Stoppeln bedeckten seine Wangen und rahmten seine Lippen ein. Er war die Finsternis und Tal das Licht. Und was die Niedlichkeit anging - als Hauptbeta seines Rudels und nächster Alpha, gab es nichts Niedliches an ihm.

„Ha!“ Dolf lenkte den Truck in eine Parklücke und gackerte. „Auch noch direkt vor dem Laden. Wie oft kommt das wohl vor?“

„Ach komm, ist das so eine Art Wettbewerb – du gegen die Parkplatzgötter?“

„So schlimm bin ich nun auch wieder nicht.“ Dolf stellte den Truck ab.

„Stimmt.“ Tal rollte mit den Augen und stieg aus.

Dolf umrundete den Truck und wartete auf Tal. „Okay, vielleicht bin ich es.“

„Bist du.“ Tal rieb sich die Hände, als sie den Baumarkt betraten. „Mann, ich liebe diesen Laden. Okay, du hast gesagt, dass du deinem Vater Werkzeug zum Geburtstag schenken möchtest. Die sind hier drüben.“

Dolf sah zu, wie Tal durch den Laden schritt und folgte ihm. Tal übernahm das Kommando. Eigentlich gab er die Führung nur ungern ab, aber hier drin hatte Tal das Sagen.  Außerdem gab es ihm die Gelegenheit, Tals schönen Hintern zu bewundern, was seine Laune deutlich hob.

„Tada. Werkzeuge.“ Tal deutete auf die verschiedenen Regale mit Werkzeugen in allen Formen und Längen. „Was hast du dir vorgestellt?“

„Was ich mir vorstelle?“ Dolf starrte auf die Regale und die gute Laune war wie weggeblasen. „Willst du mich verarschen? Hier gibt’s … Millionen von Dingen. Ist die Hälfte davon nicht überflüssig? Wie viele verschiedene Hämmer braucht ein Mann, um einen einzelnen Nagel reinzuhauen?“

„Es ist faszinierend, wie dich das Heimwerker-Gen übersprungen hat. Ich dachte, das ist tief in der männlichen DNA verwurzelt. Du hasst den Baumarkt, du hasst Werkzeuge – du hast nicht mal eine Ahnung, zu was die meisten von ihnen genutzt werden und es kümmert dich auch nicht. Ich verstehe es einfach nicht.“

Dolf senkte die Stimme. „Stellst du meine Männlichkeit infrage? Hm. Ich werde dich heute Nacht daran erinnern, wenn du schreiend um Erlösung bettelst.“

Tal zog die Schultern hoch, seine Nase zuckte. Er schnupperte diskret. „Oh, du liebe Göttin, ich kann dein Verlangen riechen. Tu das nicht, Dolf. Lass mich hier nicht mit einem Harten rumlaufen.“

Dolf kicherte und wünschte sich sehnlichst, seinen Gefährten einfach in eine dunkle Ecke ziehen zu können. Der süße Duft von Tals Erregung flutete ihn, steigerte seine Begierde. „Dann benimm dich.“

„Abgemacht.“

„Also, hilf mir.“ Dolf kratzte sich den Kopf. „Was soll ich dem Alph… ähm, ich meinte natürlich dem Mann, der alles hat, schenken?“ Dolf wollte sich am liebsten selbst einen Klaps auf den Hinterkopf verpassen. Ihm entschlüpfte äußerst selten dieses Wort, wenn er sich nicht unter seinesgleichen befand. Sie lernten von klein an, in der Gegenwart von Menschen, vorsichtig zu sein.

„Wirklich? Wie konntest du den Hinweis, den dein Vater letzten Sonntag, als wir zum Abendessen bei ihnen waren, fallen gelassen hat, überhören. Hast du nicht zugehört, als er darüber gesprochen hat, dass er die Fliesen in der Küche erneuern möchte?“

„Hab ich, aber ich hatte keine Ahnung, über was er da gesprochen hat.“ Dolf verließ sich ganz auf Tal, wenn es um Werkzeuge ging. Schließlich war es sein Job.

„Er hat es dir praktisch auf dem Silbertablett serviert. Du schaltest auf Durchzug, wenn er anfängt über Werkzeuge oder Renovierungsarbeiten zu sprechen, oder?“ Tal schüttelte den Kopf. „Was würdest du nur ohne mich machen? Er möchte eine Fliesensäge. Wenn du ein bisschen mehr Geld ausgeben möchtest, können wir ihm eine mit einem Ständer schenken. Aber das wird dich was kosten.“

Dolf massierte sich den Nacken. Wenn Tal sagte, dass es teuer werden würde, dann wurde es das auch. „Wie viel?“

„Für eine Gute? Tausend aufwärts.“

„So viel will ich nicht ausgeben.“ Dolf blickte finster auf die Werkzeuge.

„Kein Problem. Es gibt auch welche mit Ständer, die weniger kosten. Oder ohne Ständer. Willst du ihm so eine schenken?“

„Ja, ja, die kann er gebrauchen, oder nicht? Besonders für seine ‚Do it yourself‘ – Projekte.“

„Er weiß auch, dass er mich jederzeit anrufen kann, wenn er Hilfe braucht.“

„Es ist wirklich hilfreich, dass sein Schwiegersohn sein eigenes Baugeschäft besitzt.“ Dolf dachte kurz nach und traf dann eine Entscheidung. „Lass es uns holen. Ähm, wo finden wir die?“

„Ich werde es dir zeigen. Komm mit.“ Tal ging neben Dolf her. „Wenn wir schon hier sind, willst du dann auch gleich einen Spülkasten für das Badezimmer deiner Mutter mitnehmen? Damit liegt sie deinem Vater schon eine Zeit lang in den Ohren.“

„Ich weiß.“ Dolfs Blick blieb an einem älteren Mann hängen, der Tal anstarrte. Er kniff die Augen zusammen, eine Warnung für den Menschen. Der andere Mann wandte den Blick ab. Tal hatte das kurze Zwischenspiel nicht mitbekommen, wie Dolf feststellte. Das bekam er nie. „Ich denke, das können wir auch gleich mitnehmen, wenn wir schon mal hier sind. Das erspart Dad eine Fahrt in die Stadt.“

„Die Sägen befinden sich in einem anderen Gang. Wir suchen eine aus und holen dann noch das ….“

Dolf wählte die Säge aus, die er wollte und folgte Tal dann in einen anderen Gang. Sein Gefährte wies auf die verschiedenen Modelle hin, aber Tals Worte verloren sich schnell in einem bedeutungslosen Brummen. In der Luft hing ein süßer Duft. Er war leicht und blumig und erinnerte ihn an Geißblatt. Er atmete tief ein, nahm den Geruch in sich auf. Sein Schwanz wurde schlagartig hart und sein Kopf drehte sich. Ein Jaulen drohte ihm zu entschlüpfen.

Dieser Duft … dieser Duft war verführerisch und verlockend. Er sprach mit ihm, flüsterte ihm Dinge zu, die sein Verlangen schürten. Seine Katze lief in seinem Kopf hektisch hin und her und schlug wie verrückt mit dem Schwanz. Das Bedürfnis, ihn anzuspringen, die Eckzähne in ihm zu versenken und sein süßes, lebenspendendes Blut zu trinken … Sein Zahnfleisch kribbelte und Speichel flutete seinen Mund.

Er schluckte, als es in seinem Kopf zu hämmern anfing, sein Puls raste, als ein Gedanke durch seinen Kopf schoss: Gefährte. Ein weiterer Gefährte. Wo kam der Duft her? Oder von wem? Und, bei der Göttin, warum? Er hatte bereits einen Gefährten. Was dachte sich ihre Göttin dabei, ihm einen weiteren zu schenken? Aber er konnte seine Reaktion nicht ignorieren. Es war dieselbe wie damals bei Tal.

Ein kurzer Blick den Gang entlang offenbarte einen ziemlich großen, etwa vierzigjährigen Mann, der ein paar weiße Strähnen in seinem kurzen braunen Haar hatte. Er murmelte etwas über Toiletten und Spülkästen. Dolf wollte mit den Augen rollen. Wirklich? Das gleiche nach dem sie auch suchten? Ihre Göttin musste dabei einen Heidenspaß haben.

„Scheiße“, flüsterte er leise. Er fluchte nur selten, außer wenn er erregt war. Nichts ließ seinen Gefährten schneller wimmern, als wenn Dolf Tal ausführlich beschrieb, wie er vorhatte, ihn zu ficken. Er liebte es, Tal betteln zu hören … und apropos, jetzt fiel ihm auf, dass dieser zu sprechen aufgehört hatte. Aber nicht nur das, er hatte angefangen zu knurren. Es war leise, aber es war ein Knurren; ein Geräusch, das kein Mensch machen würde.

„Tal“, flüsterte Dolf. „Sieh mich an, Gefährte.“

Tal hatte die Fäuste geballt, seine Arme wurden von Krämpfen geschüttelt. „Dieser Geruch …“

„Ich weiß. Sieh mich an. Du knurrst, und das kannst du hier nicht machen. Talise!“ Dolfs Stimme wurde tiefer, als er Tals vollen Namen ausstieß, Macht und Befehlsgewalt gingen von ihm aus. Sein Gefährte war zu nah dran, die Beherrschung, hier in einem Baumarkt, zu verlieren. „Hör auf! Jetzt!“

Tal erschauderte, hörte aber auf zu knurren, seine Muskeln entspannten sich. „Was, was … Dolfoon?“ Tal suchte Zuflucht, indem er Dolfs vollen Namen nutze. Er zitterte immer noch. „Hilf mir. Ich … dieser Geruch. Wie kann ich den Duft eines … Gefährten riechen? Ich bin bereits verbunden … mit dir! Riechst du es auch?“

„Ja.“ Dolf sprach sehr leise, so leise, dass es für Menschen nicht hörbar war. Die Katze in seinem Kopf schritt auf und ab, verlangte danach, zu beanspruchen, was ihnen gehörte. Eins nach dem anderen. Er musste dafür sorgen, dass Tal sich unter Kontrolle bekam. Dolf packte Tal am Arm und zog ihn schnell mit sich aus dem Gang, weg von dem Menschen, dessen Duft sie beide in den Wahnsinn trieb. „Du musst atmen. Ein. Und aus. Ja, ja, gut. Genau so, Tal. Atme mit mir. Ein … und aus. Besser?“

„Ja … ja.“

„Du hast dich unter Kontrolle?“

Tal erschauerte ein letztes Mal. „Ja, habe ich.“

„Gut. Das war knapp.“

Tals Mund klappte auf, das Entsetzen über das, was er fast getan hätte, war ihm deutlich anzusehen. „Oh mein … ich habe fast … und dann auch noch ausgerechnet hier. Es tut mir so leid, Dolf.“

„Es ist okay, ich konnte dich ja beruhigen. Kannst du die Kontrolle behalten, sodass wir zurückgehen können?“

„Ich kann. Ich bin stabil.“ Tal folgte Dolf. „Es ist nur … Der Duft überraschte mich. Das letzte Mal, als ich ähnliches roch, war, als …“

„Als wir uns trafen. Ich weiß.“ Dolf blieb am Ende des Ganges stehen. Der Mann war immer noch da. „Der Mensch ist unser Gefährte, Tal.“

Dank dem Fortschreiten der Technologie, war es der Wandlergemeinschaft möglich gewesen, herauszufinden, dass Menschen, die ein rezessives Gen besaßen, Gefährten sein konnten. Das Gen mutierte während dem Blutaustausch zwischen Menschen und Wandlern, und erlaubte Menschen Wandlerfähigkeiten zu entwickeln, wie zum Beispiel eine rasche Heilung und eine Verlängerung der Lebenszeit. Auf diese Weise lebte der menschliche Gefährte so lange wie der Wandler.

„Was denkt sich unsere Göttin dabei?“ Tal warf unauffällig einen Blick auf den Mann. „Ein Dreier? Ich weiß, dass das unüblich ist …“

„Unüblich, aber nicht unbekannt. Es gibt weitere solcher Fälle. Vergiss den Kram, den wir ausgesucht haben“, sagte Dolf. „Wir müssen an ihm dranbleiben, schauen, was er für ein Auto fährt … das Kennzeichen bekommen … und ihm nach Hause folgen. Wir müssen wissen, wo er lebt. Je mehr Informationen wir zu Beginn haben, umso einfacher wird es sein, etwas über ihn herauszufinden.“

Sie behielten ihn im Auge, als er bezahlte, und folgten ihm unauffällig zu einem verbeulten Truck, immer darauf bedacht, keine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Nach einigen Versuchen gelang es dem Menschen, den Truck zum Laufen zu bringen, dann folgten sie ihm.

Dolf fuhr weiter, als der Truck in eine Kiesauffahrt abbog. „Schau mal, ob da ein Name auf dem Briefkasten steht. Interessant … es ist ziemlich weit weg von der Stadt. Er muss das Land lieben.“

„Es ist auch relativ fernab der Straße.“ Tal beobachtete den anderen Truck so lange er konnte. „Sein Nachname ist Wells.“ Tal drehte sich und schaute Dolf an. „Okay, und was nun?“

„Jetzt werden wir mit unserem Alpha sprechen.“ Dolf hatte sich ihm zugewandt. „Es werden Fragen aufkommen. Über uns. Darüber, dass wir uns mit einem Dritten verbinden wollen und darüber, dass er ein Mensch ist. Wir werden uns die Erlaubnis einholen müssen, und das braucht seine Zeit.“

Tal biss sich auf die Unterlippe. „Ja.“

„Lass uns zurückfahren und den Kram für meinen Dad holen und dann essen gehen. Es wird eine lange Nacht werden.“

„Ein weiterer Gefährte für uns, Dolf. Ich hätte mir nie träumen lassen …“

„Ich auch nicht. Aber egal, was passiert, er ist unser und wir werden unseren Anspruch auf ihn erheben.“