DIE TROCKENE, heiße Wüstenluft legte sich um Cupids Körper und saugte ihm den Atem aus den Lungen, als er vor dem Palms-Casino in Las Vegas aus dem Bus stieg. Er fuhr sich mit den Fingern durch die kurzen Locken und betrat das angenehm kühle Foyer. Dort blickte er sich um, in der Hoffnung, den Besitzer des Etablissements zu sehen, einen gewissen Jeff Mayfield. Beim Gedanken daran, was er mit Jeff vorhatte, musste Cupid der Versuchung widerstehen, sich die Hände zu reiben.

„Ach, es ist gut, wieder hier zu sein“, sagte Cupid leise. Er war etwas enttäuscht, dass er denjenigen, den er sehen wollte, nicht entdeckte, doch dann spielte ein süffisantes Grinsen um seine Mundwinkel. „Du willst mich also herausfordern, was? Versuchst mir weiszumachen, dass du nicht glaubst, dass Liebe etwas für dich ist? Beim Zeus, es wird mir so viel Spaß machen, dich vom Gegenteil zu überzeugen. Jeff, du armer Sterblicher, du hast keine Chance, wenn der Gott der erotischen Liebe seine Finger im Spiel hat.“

Vier Monate war es schon her, dass Garrett und Randy, seine letzten Zielpersonen, sich gegenseitig ihre Liebe gestanden hatten. Ein zufriedenes Lächeln legte sich auf Cupids Lippen, als er an die Nacht zurückdachte, in der er diese beiden entdeckt hatte. Er hatte fest vorgehabt, einen seiner goldenen Pfeile auf Garrett oder Randy abzuschießen, während sie am Craps-Tisch standen, aber dann war etwas höchst Ungewöhnliches geschehen.

Seine Bogensehne war gerissen, immer wieder, jedes Mal, wenn er angelegt hatte. Das war ihm noch nie passiert. Er trug viele verschiedene Namen, aber Cupid war ihm am liebsten, der Name, den ihm seine Mutter gegeben hatte. Griechische Mythen, römische Sagen … Cupid zuckte die Schultern. Die Menschen hatten keine Ahnung, wie falsch sie lagen, was das Pantheon betraf, aber das machte auch keinen Unterschied. Er kannte die Wahrheit, ebenso wie seine Artgenossen. Später, als er zusammen mit seiner Schwester Psyche zusah, wie das Licht im Fenster des Peabody-Hotels ausging, hatte er sich beiläufig gefragt, ob die Moiren, auch bekannt als die Schicksalsgöttinnen, sich eingemischt hatten. So neugierig Cupid auch war, es war besser für ihn, so etwas nicht zu hinterfragen. Diese drei gaben dem Wort „gesundheitsgefährdend“ eine ganz neue Bedeutung. Ihnen hatte er es zu verdanken, dass auf dem bekanntesten Bild von ihm eine Windel zu sehen war.

„Na, dann wollen wir mal.“ Cupid durchquerte das Foyer und trat an die Rezeption, wo er seinen Führerschein aus der Brieftasche zog. Er wusste, dass die Rezeptionistin seinen Ausweis verlangen würde, weil er so jung aussah.

Nach einer längeren Diskussion mit der jungen Frau hinter dem Tresen, ob er alt genug war, um im Palms ein Zimmer zu nehmen oder nicht – geschweige denn, ob er im Casino spielen durfte – und die Tatsache, dass er den weitverbreiteten Nachnamen Smith trug, stand er endlich vor seiner Zimmertür. Das Zimmer war eines der Standardzimmer des Casinos, nichts Besonderes, aber es gab ihm, was er brauchte: Privatsphäre. Er ließ seine Koffer an der Tür fallen und ging ins Bad. Dort atmete er tief durch und betrachtete sein Spiegelbild.

Er plante, etwas zu tun, das aller Logik zuwiderlief und das seiner geliebten Schwester einen hysterischen Lachanfall bescheren würde. Cupid hatte lange überlegt, ob er es auf dem Olymp durchführen sollte, aber dort hätte Zeus sicherlich die Energiespitze bemerkt, und das letzte, was Cupid gebrauchen konnte, war, dass der Göttervater sich einmischte. Der Alte wäre sowieso nicht besonders glücklich, wenn er herausfände, was Cupid plante. Wenn alles klappte, wäre er hinterher geschwächt und musste sich an einem sicheren Ort ausruhen. Im Olymp gab es Personen, die es ausnutzen würden, wenn er Schwäche zeigte, also war das hier der beste Ort, um seinen Plan auszuführen.

Cupid schloss die Augen und schob alle Alltagsgedanken beiseite. Er konzentrierte sich und begann leise zu singen, um den Alterungszauber in Gang zu bringen. Hitze durchflutete seinen Körper und wärmte ihn von innen nach außen. Seine Haut begann zu spannen, bis sie von der Energie, die ihn durchlief, beinahe zu reißen drohte.

Seine Körpertemperatur erreichte ihren Höhepunkt, als wolle er gleich explodieren, dann senkte sie sich wieder. Die Erleichterung war jedoch nur von kurzer Dauer, denn nun kühlte sein Körper sich immer weiter ab, als seine Kerntemperatur immer weiter fiel. Taubheit überfiel ihn, und Schauer jagten über seine Haut. Cupid zitterte am ganzen Leib, während er sich abmühte, den götterverdammten Zauber aufrechtzuerhalten, obwohl es an den Rändern seines Bewusstseins dunkel zu werden drohte. Ein weißes Licht flammte vor seinem inneren Auge auf und dann hörte sein Körper endlich auf, sich zu verändern. Die Kälte zog sich zurück und hinterließ ihn kurzatmig, aber mit dem Gefühl, etwas erreicht zu haben. Er beendete den Zauber, atmete tief durch und öffnete die Augen, um sein Spiegelbild kritisch zu betrachten.

„Nicht schlecht.“ Cupid wandte den Kopf nach links und rechts und musterte sich im Spiegel aus allen möglichen Blickwinkeln. „Ganz und gar nicht schlecht. Wenigstens sehe ich nicht mehr aus wie ein Teenager.“

Die hellblonden Locken waren verschwunden, vom Gewicht seiner längeren Haare zu goldblonden Wellen langgezogen. Er fuhr sich mit der Hand durch die Strähnen und bewunderte sein neues Aussehen. Überraschenderweise waren seine Augen immer noch vom gleichen dunklen Türkis wie vor dem Alterungszauber.

„Ich bin gespannt, was sich sonst noch alles verändert hat.“ Eilig zog er sich aus, begierig zu sehen, an welchen anderen Stellen er sich verwandelt hatte.

Er musterte sein Spiegelbild im Badezimmerspiegel eingehend und bemerkte dabei die kleinen Unterschiede. Sein Körper war immer noch groß, schlank und muskulös. Er war nicht mehr so mager wie zuvor – seine Konturen waren jetzt voller. Sein Gesicht wirkte erwachsener, die frühe Jugend war daraus verschwunden und als er lächelte, bildeten sich kleine Lachfältchen um seine Augen.

„Ich gehe als Ende dreißig durch, kein Problem“, sagte Cupid zu seinem Spiegelbild und beobachtete, wie sich sein Mund dabei bewegte. Er lachte amüsiert. „Auch wenn ich natürlich viel, viel älter bin.“

Es war Cupid bewusst gewesen, dass Jeff ihn nicht anrühren würde, wenn er nicht etwas daran änderte, wie jung er aussah. Zufrieden sah er, wie ihn seine Reflexion aus dem Spiegel heraus angrinste.

„Okay, der erste Teil des Plans ist schon mal erfolgreich. Es sollte mir nicht allzu schwerfallen, Jeffs Aufmerksamkeit auf mich zu lenken. Hmm, aber der Name auf meinem Führerschein passt nicht so recht zu meiner neuen Erscheinung. Cambridge klingt ein bisschen hochgestochen.“ Cupid tippte sich gegen die Lippen. „Vielleicht, wenn ich den Namen etwas abkürze? Wie wäre es mit Cam? Hmm, das gefällt mir. Eine Kombination aus Cupid und Amor. Klingt ganz schön cool, meiner bescheidenen Meinung nach. Cam Smith also.“

Er las seine Kleider auf und ging hinaus ins Zimmer, wo er sie auf das Fußende des Betts fallen ließ. Cupid gähnte, schloss die Vorhänge und legte sich nackt ins Bett. Es würde noch ein paar Stunden dauern, bevor das Leben unten im Casino so richtig zu brodeln begann, also konnte ein kleines Nickerchen nicht schaden. Nicht mehr lange, bis es Zeit wurde, Teil zwei seines Plans in Gang zu bringen.

 

 

CUPID ERWACHTE im Dunkeln. Er streckte sich und strich sich mit den Händen über den Körper. Daran musste er sich erst noch gewöhnen. Sein Körper fühlte sich jetzt ganz anders an. Er stand auf und öffnete den Vorhang. Es war schon später, als er geplant hatte, spät abends. Cupid duschte und trocknete sich ab. Nackt ging er zu seinen Koffern hinüber, zog ein weißes Poloshirt und eine schwarze Jeans heraus und legte sie aufs Bett.

„Perfekt. Damit sehe ich gut, aber locker aus. Und jetzt noch etwas Freches.“

Er grinste und kramte im Koffer, bis er einen Netzslip fand. Damit konnte er Jeff garantiert auf Touren bringen. Er schlüpfte hinein und ging zurück ins Bad. Wenn alles nach Plan lief, würde dieser Slip Jeff später um den Verstand bringen. Cupid summte zufrieden und sah in den Spiegel.

„Schau sich das mal einer an.“ Er beugte sich nach vorne zum Spiegel und fuhr sich mit der Hand über die Wange. „Hab ich doch glatt einen Drei-Tage-Bart bekommen. Ob ich mich wohl rasieren sollte? Ach nein, mir gefällt der Look. Ich glaube, ich lasse es so. Wobei es schon komisch ist, einen Bart zu haben.“

Er hatte sich ausführlich damit auseinandergesetzt, was Jeff gefiel und was er nicht mochte, genau wie er auch sonst jedes Detail über den Mann studiert hatte. Jeff war Anfang vierzig und hatte kurzes, nussbraunes Haar, das in einem bestimmten Licht rot zu leuchten schien. Seine braunen Augen waren von dichten Wimpern umrahmt. Eine gerade Nase führte zu schönen Lippen hinunter, die zum Küssen einluden. Darunter hatte sein Kinn ein süßes Grübchen. Soweit Cupid es beurteilen konnte, hatte Jeff einen gut gebauten Körper. Breite Schultern, eine Brust, die muskulös wirkte, darunter eine schmale Taille und starke Beine. Der Mann trainierte offensichtlich regelmäßig. Und Haare, überall Haare, soweit Cupid bei den paar Gelegenheiten, bei denen er Jeff gesehen hatte, feststellen konnte; Haare auf den Armen und Haare, die aus dem geöffneten Hemdkragen hervorlugten. Allein davon lief Cupid das Wasser im Mund zusammen. Er selbst war weitgehend haarlos, aber wenn er zu lange darüber nachdachte, wie behaart Jeff war, blieb ihm die Luft weg. Jeff sah genauso aus, wie man sich einen superreichen, skrupellosen Geschäftsmann vorstellte.

Cupid klatschte sich etwas Rasierwasser aus einer bekannten grünen Flasche mit einem Polo-Spieler darauf ins Gesicht. Der Duft war nichts Besonderes, aber Jeff mochte ihn. Der schwere Geruch war wie ein Leuchtfeuer, das ihn anziehen würde. Cupid schauderte vor Vorfreude. Er hatte vor, jeden Sinn zu attackieren, den Jeff besaß. Er wollte ein Feuer in Jeff entzünden, die eifrigen kleinen Flammen behutsam nähren, bis sie zu einer ausgewachsenen Feuersbrunst wurden und ihn dann … warten lassen.

„Und ich werde auch warten, egal wie sehr ich es mir wünsche.“

Jeff musste lernen, dass es so etwas wie Liebe wirklich gab – und dass es zwar riskant war, dass es sich aber am Ende lohnte. Das Fleisch hatte seine Genüsse, aber es gab auch Genüsse für das Herz. Cupid war fest entschlossen, Jeff den Unterschied beizubringen. Das war der eine Grund, aus dem sie warten würden, bevor sie miteinander ins Bett gingen, und wenn es ihn umbrachte. Der andere Grund war ein wenig komplizierter und musste vorsichtig behandelt werden.

Jeff benahm sich so ähnlich wie Garrett, bevor er Randy kennengelernt hatte: wie ein abgebrühter Playboy, der es gewohnt war, zu bekommen, was er wollte – und zwar im Geschäftsleben ebenso wie im Privaten. Garrett und Jeff nahmen sich das, was sich ihnen anbot und genossen es bis zum Äußersten, ließen sich aber nicht binden. Anders als Garrett war Jeff jedoch wesentlich abgebrühter und zynischer. Nach einer schlechten Erfahrung hatte er der Liebe abgeschworen. Jeff war nie grausam zu seinen Liebhabern, aber er machte ihnen von Anfang an klar, dass er an nichts interessiert war, was über bloßen Sex hinausging.

„Eigentlich ist es nachvollziehbar, dass er so abgestumpft ist.“ Cupid schüttelte den Kopf, während er sich die enge Jeans über den Hintern zog. „Brad hat ihm damals echt eine Menge angetan.“

Brad Mayo war der Ex-Lover, in den Jeff sich Hals über Kopf verliebt hatte. Sie hatten sich im Casino kennengelernt, und ihre Beziehung hatte sich rasend schnell angebahnt. Brad war so süß und unschuldig gewesen, ein echt netter Kerl. Zumindest hatte er so ausgesehen. Cupid nahm sein Shirt und rollte angewidert die Schultern. Brads Seele war so schwarz wie Teer. Der einzige Mensch, den er liebte, war er selbst. Schade, dass Jeff nicht in der Lage gewesen war, zu sehen, was Cupid sah, wenn er sich das Innenleben dieses Typen anschaute.

Als sie sich erst einen Monat gekannt hatten, hatte Jeff begonnen, von etwas Ernsthafterem zu reden und Brad den wichtigsten Menschen in seinem Leben vorzustellen – darunter auch seinem besten Freund Aaron, einem der führenden Filmproduzenten in Hollywood. Garrett, Jeff, Zygi und Aaron kannten sich schon seit Jahren. Bei einer Party für Aarons neuen Film hatte Jeff seinen besten Freund dabei erwischt, wie er Brad fickte. In einer einzigen Nacht hatte er seinen Geliebten und einen guten Freund verloren. Später hatte er herausfinden müssen, was für ein hervorragender Schauspieler Brad war, als dieser die Hauptrolle in Aarons Filmen übernahm. Brad und Aaron waren immer noch zusammen, aber ihre Streits waren in den Hügeln von Hollywood allgemein bekannt. Seit dieser Geschichte war Jeff zunehmend misstrauisch, reserviert und pessimistisch geworden.

„Es stimmt schon, Brad und Aaron passen prima zusammen.“ Cupid knöpfte sich das Hemd zu und bewunderte sein Spiegelbild. „Nun ja, selbst schuld. Schade, dass Jeff dadurch jetzt so zurückhaltend ist, aber ich liebe die Herausforderung.“

Und die Herausforderung war ganz einfach: Cupid weigerte sich, einen seiner Goldpfeile auf Aaron zu verwenden. Wenn man ihn später fragte – und davon ging er aus – wollte er in der Lage sein, sagen zu können, dass er seine Pfeile nicht benutzt hatte. Jeff musste wissen, dass er sich aus freien Stücken verliebt hatte und dass es auch ohne die Hilfe des berühmt-berüchtigten Cupid Liebe geben konnte.

Cupid zog sich die Schuhe an und ging hinunter ins Casino, wo Teil zwei seines Plans auf ihn wartete.

 

 

„UND, WIE läuft es mit dem neuen Sicherheitssystem?“, fragte Garrett, während er und Randy aus der Dusche traten.

„Wir hatten erst ein paar Probleme damit, aber ich habe es geschafft, sie zu beseitigen. Zygi war eine große Hilfe.“ Randy trocknete sich ab und ging hinüber ins Schlafzimmer. Dort nahm er eine Boxershorts und zog sie sich über die schmalen Hüften. Er arbeitete gern mit Zygi Wyatt zusammen, dem Sicherheitschef des Palms-Casinos. Zunächst hatte Zygi ihn eingeschüchtert. Der Mann war einfach riesig. Mit seiner Körpergröße von mehr als zwei Metern überragte er die meisten anderen. Seine Arme waren mit Tattoos übersät und er rasierte sich den Schädel. „Es ist komisch, zu wissen, dass das der letzte Auftrag von J&J Inc. ist, den ich übernehmen werde.“

Randy hatte sich freiwillig gemeldet, den Auftrag des Casinos für seine Brüder zu übernehmen. Sobald er damit fertig war, würde er offiziell nach Las Vegas ziehen. Seine beiden Schwägerinnen hatten geweint, als er es ihnen erzählt hatte, und sogar seine Brüder hatten sichtlich Klöße im Hals gehabt, aber überrascht war niemand gewesen. Am schwierigsten war es gewesen, Kaila davon zu erzählen. Sie war mit Jomo zusammengezogen, das half also schon mal, aber Randy wusste, dass er sie vermissen würde.

„Ich weiß, dass es nicht einfach war, alles zurückzulassen, was du kanntest, Baby. Aber du wirst sie wiedersehen, das verspreche ich dir. Und Jeff hat dir immerhin einen Security-Job angeboten.“ Garrett küsste Randy auf die Wange, während er sich anzog. „Du müsstest mit Zygi zusammenarbeiten, aber ihr versteht euch ja anscheinend gut. Denkst du darüber nach?“

„Ja. Wahrscheinlich werde ich den Job annehmen, aber nicht sofort.“ Randy knöpfte sich die Jeans zu und zog Schuhe an. „Denk daran, wir müssen heute Abend auch noch packen. Unser Flieger geht morgen sehr früh.“

„Ich kann es kaum erwarten. Nur du und ich und nichts zu tun, außer Sehenswürdigkeiten anzuschauen.“ Garrett grinste. „Ich kann mich gar nicht erinnern, wann ich zum letzten Mal im Urlaub war.“

„So lange du es nicht übertreibst und alles kaufst, was du siehst.“

„Das mache ich nicht, versprochen. Ich weiß, dass es dir peinlich ist, wenn ich zur Schau stelle, wie viel Geld ich habe.“

„Das ist wahr. Ich habe aber gar nichts dagegen, wenn du dir davon ein Haus kaufst, wenn wir wieder da sind.“ Randy grinste. „Aber im Ernst, noch mal zurück zu dem Job hier. Ich glaube, Zygi und ich geben ein gutes Team ab. Aber ich möchte in der Lage sein, die Haussuche vorwärtszubringen, wann immer ich kann, ohne auf einen Job Rücksicht nehmen zu müssen. So sehr ich das Casinohotel liebe, ein Zuhause für uns beide wäre mir lieber. Also schieben wir die Frage lieber noch ein bisschen auf.“

„Abgemacht.“ Garrett hatte sich fertig angezogen und zog Randy an sich. „Ich möchte auch ein gemeinsames Zuhause, in dem wir tun und lassen können, was wir wollen. Und einen großen Garten brauchen wir auch, was meinst du?“

„Ja, wir brauchen unbedingt einen großen Garten.“ Randy lächelte. „Mit einem weiß gestrichenen Zaun, und vielleicht sogar einen Hund.“

„Einverstanden.“ Garrett fuhr mit den Fingern durch Randys Haar. „Und wir müssen uns ein Datum aussuchen. Du trägst zwar jetzt schon meinen Ring am Finger, aber ich möchte einen legalen Vertrag, der besagt, dass wir beide miteinander verbunden sind. Ich will eine Hochzeit.“

„Keine Sorge, ich will auch, dass du unterschreibst, dass wir zusammengehören.“ Randy zog sich Garretts Hand an die Lippen und küsste den Ring an seinem Finger. „Und ich mag es, ,gebunden’ zu sein, das weißt du auch.“

„Darüber reden wir später, wenn wir wieder in unserem Zimmer sind und fertig gepackt haben“, versprach Garrett. Sein heißer Blick jagte Randy einen Schauer über den Rücken. „Ich glaube, ich kann die Übung gut gebrauchen.“

„Ich kann es kaum erwarten.“